Was hat mein Smartphone mit dem Kongo zu tun?
Schüler der privaten Realschulen Marktbreit lernen hautnah mit VR-Brillen die schweren Arbeitsbedingungen beim Kobaltabbau in Afrika
Eine besondere Unterrichtseinheit gab es Anfang Februar für die Klasse 7af der privaten Leo-Weismantel-Realschule Marktbreit.
Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen begaben sich die Schülerinnen und Schüler im Geografie-Unterricht auf eine digitale Exkursion in die Demokratische Republik Kongo. Dort waren sie mittendrin beim körperlich anstrengenden Abbau von Kobalt, das unentbehrlich für die Herstellung von Smartphones ist.
Durchgeführt wurde das Projekt von Lehramtsstudierenden der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Unter dem Titel „Minenarbeit in der D. R. Kongo – und was sie mit meinem Handy zu tun hat“ beschäftigte sich die Klasse drei Schulstunden lang mit den Arbeitsbedingungen im kongolesischen Bergbau. Dabei standen vor allem die enge Verflechtung von Konsumverhalten in Deutschland und die prekären Arbeitsbedingungen im globalen Süden im Vordergrund.
Das Unterrichtsprojekt entstand im Rahmen eines Seminars zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Ziel war es, globale Themen altersgerecht und anschaulich zu vermitteln. Durch die virtuelle Darstellung erhielten die Jugendlichen einen direkten Einblick in geografische Gegebenheiten, Arbeitsbedingungen und wirtschaftliche Strukturen vor Ort. Begleitende Arbeitsphasen dienten der gemeinsamen Auswertung und Einordnung der Inhalte. Diese virtuelle Exkursion der Schülerinnen und Schüler ist ein Beispiel für den sinnvollen Einsatz digitaler Medien im praktischen Unterricht. Damit werden komplexe wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen auch für Kinder greifbar und erfahrbar gemacht.

